In Monaco haben wir ein sogenanntes EPK (Electronic Press Kit) produziert. Dieses enthält einen kurzen Film, der meist mit Musik untermahlt einen Überblick zum Thema gibt, und ausführliches Rohmaterial, aus dem sich die interessierten Redaktionen selbst einen Beitrag schneiden können.

Auswahl einiger Mitschnitte

Insgesamt wurde dieses Thema von dem Großteil der Boulevard-Redaktionen positiv aufgenommen. Auch einige klassische Nachrichtensender nahmen diese Geschichte gern ins Programm.

ZDF: Leute heute mit Nina Ruge

„Wir sind ganz nah dran an einem der scheusten Weltstars…“ Bei Leute heute war die exklusive Erst-Ausstrahlung für Deutschland – wenn auch etwas verzögert, wie Nina charmant erklärt.

RTL2: News

„Doch nicht nur auf der Bühne wurde der King of Pop reich beschenkt. Nach der Veranstaltung belohnte er sich selbst, doch nicht mit ein, zwei schicken Ferrari…“

Michael Jackson und Smart beim World Music Award 2000

Produktion für DaimlerChrysler & Michael Jackson

Michael Jackson bekam im Mai 2000 den „Millennium Award“ als best-verkaufender männlicher Popkünstler des Jahrtausends. Als sein Doku-Team waren wir in diesen Tagen an seiner Seite. Es war das erste Mal, dass eine externe TV-Crew einer Fernsehanstalt auch für ihn selbst gedreht hat. Kameramann Thomas Brunn hat einen excellenten Job gemacht, aber er hatte auch einen guten Protagonisten. Michael ließ es sich nicht nehmen, Ratschläge für den Dreh zu geben: Als z.B. die komplette Mannschaft (Manager, Security, Polizei, etc.) mit ihm gemeinsam über den roten Teppich zur Preisverleihung will, stoppt er den ganzen Tross. Zur großen Verwirrung aller kamen die Schreie der fast 100 Fotografen und Kameraleute hinter der Absperrung und ein wachsender Stau an anderen Stars in der Tiefgarage. Und er? Erst einmal verbannte er den Tross zurück in die Garage, dann ging er ganz ruhig zu Thomas und erklärte ihm seinen Plan: „Du gehst hinter mir. In der Mitte des roten Teppichs bleibe ich stehen und Du schwenkst über meine rechte Schulter auf die Fotografen, während ich den Fotografen mit meiner rechten Hand das Peace-Zeichen zeige. Dann schwenkst Du auf die Kameraleute links von uns. Ich gehe dann zwei Meter Richtung Eingang, bleibe stehen und drehe mich noch einmal um. Nur so sehen die Zuschauer, dass ich das wirklich bin und kein Double. Genauso haben die das dann auch gemacht und das ergab eine Einstellung, die von ihrer Aussagekraft kaum zu toppen ist.

Während alle Kollegen Michael Jackson auf dem roten Teppich vor einer hässlichen Mauer im Bild hatten, zeigten unsere Aufnahmen einen Superstar vor einer Blitzlicht-Wand aus schreienden Journalisten auf dem Weg, sich die Auszeichnung „Künstler des Jahrtausends“ abzuholen.

Auch die unkomplizierte Offenheit des Künstlers und die Verantwortung für sein Umfeld hat uns alle beeindruckt. Als wir wegen der vielen Fans die Sorge hatten, dass es bei Konvoi-Fahrten zu einem Unfall kommen könnte, sprach ich mit Jacksons Fahrer. Keine zwei Minuten später kam die Lösung: Michael nahm Thomas von da an in seinem Auto mit. Das war nicht nur besser für die vielen Fans und für unseren Fahrer – das gab auch eindeutig die besseren Aufnahmen.

Das EPK ging nach Abnahme durch MJ an diverse Sendeanstalten weltweit. Überrascht war DaimlerChrysler USA: Sie riefen sofort in der deutschen Zentrale an und erkundigten sich, wie viele Millionen das wohl gekostet habe, konnten nicht glauben, dass Jackson „nur“ vier Smart geschenkt bekommen habe. Die bekam er allerdings nicht für diesen Dreh! Der Autobauer hatte den Plan, mit MJ einen Werbespot zu produzieren und wollte den Künstler auf den Geschmack auch kleiner Autos bringen.

NTV: Teleboerse

„Sein neues Spielzeug heißt: „Smart“, und Daimler ist höchst entzückt. Die Rede ist von Michael Jackson, genannt „Jacko“, und nun Werbepartner von Daimler. Smart, was man sich da ausgedacht hat.“

RTL: Punkt 12

„Promis und Autos, das zieht immer, wissen die Werbe-Strategen…“ Unter dem Titel „Promis auf vier Rädern“ nimmt RTL das Thema mit Deutschland-Bezug ins Programm.

PRO7: taff

Am Tag nach der Verleihung sah die Welt bei PRO7 noch etwas mager aus. Dennoch bekommt Steven Gätjen bemerkenswert kreativ die Kurve: „Ich bin untergetaucht…“ ;-)